Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

„Schenken mit Herz“ für unseren Musikunterricht

Liebe Schulgemeinschaft, liebe Freunde unserer Schule,

auch in diesem Jahr veranstaltet die Sparkasse Hegau-Bodensee die Spendenaktion „Schenken mit Herz“. 30 000 Euro werden für Vereinsprojekte ausgeschüttet (maximal 1 000 Euro pro Verein). Wir haben uns dort mit dem Projekt „Musikunterricht in Corona-Zeiten“ beworben.  Vom 13.9.2020 bis 15.12.2020 erhält man bei allen Sparkassen im Bereich Hegau-Bodensee auf Nachfrage Spendencodes, die an die teilnehmenden Vereine verteilt werden können.

Wir bedanken uns vorab für Ihre Unterstützung.

Arbeitskreis Fundraising

 

Zum Teufel mit ……! Von unserem Achtklassprojekt

Wir, die 8. Klasse, haben uns am Anfang dieses Jahres für das Theater Stück „Zum Teufel mit den Geistern“ von Horst Helfich als Klassenspiel entschieden. Gerade als unsere Proben beginnen sollten, kam uns Covid-19 dazwischen. Nun war die große Frage, bekommen wir unser Theaterstück dieses Jahr überhaupt noch auf die Bühne? Unser Klassenlehrer Herr Singer hat uns dies glücklicherweise ermöglicht!

Nun hieß es, schnell den Text zu lernen, damit wir sobald es ging, mit dem Schauspiel beginnen konnten. Seitdem wir wieder in die Schule dürfen, sind wir fleißig am Proben. Gemeinsam mit Lisa Bresser, Frau Saxer und Herrn Singer.                

Wir mussten viele Dinge ändern, so haben wir unsere Musik ohne Musiklehrerin machen müssen und spielen nicht, wie sonst üblich, im Gelben Saal, sondern in der Turnhalle.

Wir hatten insgesamt 6 Aufführungen. Selbstverständlich mussten auch wir uns an die Corona-Regeln halten und so hattte jeder Schüler für jeden Tag nur 2 Eintrittskarten bekommen, die er an seine Familie und Freunde weitergeben darf. Insgesamt gibt es 68 Plätze pro Aufführung. Wir hätten gerne viele von euch bei unseren Aufführungen gesehen, aber dies klappte dieses Jahr leider nicht.

Plakat von Araya und Carla

In unserem Stück geht es darum, dass die betagte Lady Emily Luttrell, wie jedes Jahr, ihre Verwandten zum Geburtstag auf ihr Schloss Huntingcourt, in der Nähe von Manchester einlädt. Die Verwandten aber haben nur eines im Sinn: Sie wollen so schnell wie möglich an ihr Erbe kommen. Deshalb beabsichtigen sie, Tante Emily um die Ecke zu bringen. Ob die Mordanschläge gelingen, oder ob dann doch der Gärtner oder der Buttler der Mörder ist, man wird sehen …  

Für die 8. Klasse, Luca-Marie

 

Aus dem Musikunterricht der 6. Klasse

Die 6. Klasse hat sich mit der Musik des Mittelalters auseinandergesetzt. Ein Verstehen der Musik dieser Zeit fällt nicht leicht, da das gesellschaftlich – historische Umfeld den Schülern relativ unbekannt ist.

Der Spielmann Ludowigus, eine fiktive Figur des Mittelalters, half den Schülerinnen und Schülern historische Hintergründe zu verstehen. Sie lernten das Instrumentarium kennen und verschiedene Lebensbereiche der damaligen Zeit. Die Text – und Bildquellen, sowie die Hörbeispiele entwarfen ein farbiges Bild dieser Epoche. Außerdem bewegte sich unser Spielmann Ludowigus zwischen Stadt und Dorf, Kloster und Burg und lernte gegen Ende während eines Ritterfestes noch die Schaustellerin Ursula kennen.

Während der „Home Office“ Woche hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, sich eine Geschichte auszudenken, in der unser Ludowigus die Hauptrolle spielt. Die Handlung dieser Geschichte und die Länge waren den Schülerinnen und Schülern freigestellt. Wir hatten viel Freude daran, den unterschiedlichen Erzählungen der 6. Klasse zu lauschen.

Heidrun Menzel

Ludowigus der Spielmann des Todes

Es war ein wunderschöner Tag im Sommer als ein kleines, unschuldiges Kind erfahren musste was Schmerz und Verlust bedeutet. Die Mutter des Knaben kochte gerade das Abendbrot als ein langgezogener Schrei ertönte, der abrupt verstummte. Die Mutter ging nachsehen und kam mit leichenblassem Gesicht zurück. „Dein Vater wurde auf dem Feld erstochen“, sagte sie unter Tränen, „der neue Fürst will eine Burg bauen und dein Vater hat seine Dienste verweigert. Wir sind hier nicht mehr sicher. Sie werden uns verfolgen.“ Da nahm sie das Kind bei der Hand, packte das Nötigste in ein Tuch und ging.

Viele Jahre vergingen, in denen sie sich als Spielleute durchschlugen. An Ludowigus 21. Geburtstag ertrank seine Mutter in einem reißenden Strom, als sie trinken wollte und sich zu weit vorgebeugt hatte. Ludowigus war nun allein. Er sammelte seine Instrumente zusammen und machte sich schweren Herzens auf den Weg. Weitere sechs Jahre vergingen, in denen Ludowigus umherzog und sich sein Brot mit dem Musizieren verdiente.

An einem Abend stand er vor einem Stadttor und wollte eingelassen werden, doch es waren schon zu viele Spielleute in der Stadt und es durften nur eine beschränkte Anzahl von Spielmännern und Frauen hinein. Also musste er warten bis ein paar Spielleute sich ungehörig benahmen und aus der Stadt geschmissen wurden oder ein Adliger, Bauer … jemanden aus dem Weg haben wollte, denn Spielleute im Mittelalter wurden wie der letzte Dreck behandelt und bekamen keinen Gerichtsprozess. Am nächsten Tag war es so weit und Ludowigus durfte in die Stadt, in der in drei Tagen die Hochzeit der Fürstentochter gefeiert würde.

Ludowigus betrat die Stadt und suchte sich eine Unterkunft. In dem Gasthof, in dem er sich einquartiert hatte, erschien einen Tag nach Ludowigus Ankunft ein alter Mann, der trotz seiner Runzeln und Falten einen stechend scharfen Blick hatte. Er trat auf Ludowigus zu, der gerade im Schankraum stand, und sprach ihn an „Hallo junger Mann, wie ich sehe bist du einer des Spielvolkes. Doch du hast nur eine Schalmei, eine Trommel und eine Flöte, alles Blas- und Schlaginstrumente. Damit kannst du nicht jede Gelegenheit, die sich bietet um zu spielen, nutzen. Darum will ich dir einen Ratschlag geben: Gehe noch heute zum Kloster der Stadt und lausche dem Gesang der Mönche, dann wirst du wissen wo du das findest, das ich dir geben will.“ So sprach der alte Mann und ging.

Ludowigus, gespannt wie ein Flitzebogen, machte sich gleich auf den Weg zum Kloster. Als er dies betrat läutete es gerade zur Mittagsmesse und er lauschte dem Gesang der Mönche, der an und abschwoll und in dem großen Raum in jede Ecke drang. Wie verzaubert lauschte Ludowigus dem Gesang, der sich wie ein vielstimmiges Flehen anhörte oder wie ein gesungenes „Vergib mir“ und mit einem Schlag wusste Ludowigus, wo er suchen musste: Im BEICHTSTUHL. Als Ludowigus den Beichtstuhl öffnete, fiel sein Blick auf eine Fiedel, wie er sie schon bei einigen Spielleuten gesehen hatte. Das gute an einer Fiedel war, dass sie ein sehr beliebtes Instrument war und bei großen Festen durften bis zum Abend fast nur Fiedeln spielen. Ludowigus freute sich über alle Maßen und wollte gerade wieder gehen, als ihm ein Buch auf dem Altar des Klosters neugierig machte und er nach vorne ging. Dort sah er etwas, wovon er schon viel gehört hatte, die sogenannten Noten mit denen die Mönche die Melodien ihrer Gesänge festhielten. Diese wunderschön verzierten Seiten hätte er sich stundenlang anschauen können, doch als ihm seine neue Fiedel wieder einfiel, ging er schnell ins Gasthaus zurück um sie auszuprobieren.

Die Fiedel war wunderbar und Ludowigus hatte große Freude an ihr. Da kam einen Tag vor der Hochzeit der alte Mann wieder und sprach zu ihm „Du hast eine neue Fiedel, doch ob du nun glücklicher bist ist deine Entscheidung. Wenn du die Fiedel behältst werden alle deine Freunde einen frühzeitigen Tod sterben. Gibst du sie mir zurück werden alle deine Freunde mindestens so lange leben wie du. Es ist deine Wahl.“ Ludowigus dachte sich, ich habe doch gar keine Freunde und so entschied er sich die Fiedel zu behalten. Der Mann blickte ihm in die Augen und war verschwunden. Ludowigus vergaß über seiner Fiedel den Mann und freute sich auf die Hochzeit. Am Tage der Hochzeit der Fürstentochter ging Ludowigus zur Burg, bei der er zwei Tage zuvor den Fürsten darum gebeten hatte bei Tisch zu spielen. Während er wartete, dass er spielen durfte, freundete er sich mit einer jungen Frau an, die Eleonora hieß und Akrobatin war. Sie unterhielten sich während Eleonora in der Küche half um etwas dazu zu verdienen. Als Ludowigus dann spielen durfte, waren alle wie verzaubert von seiner Musik, so wild und fröhlich wie sie war. Als das Essen zu Ende ging und es langsam dunkel wurde, setzte sich Ludowigus zu Eleonora in die Küche und erzählte ihr von seinem Leben, als ein junger Bursche hereinkam und fragte ob er sich zu ihnen setzten dürfe. Er durfte und nun redeten sie zu dritt und erfuhren, dass der Bursche Mattias hieß. Die Wochen, Monate und Jahre vergingen und die drei waren unzertrennlich.

Als sie einmal in der Waffenkammer einer Burg Schwerter polierten um ein wenig mehr zu verdienen, hörten sie laute Stimmen die riefen „Vorsicht, bringt euch in Sicherheit, wir werden angegriffen“. Da schnappten sie sich die Waffen, die sie gerade polierten und rannten los. In dem großen Chaos, dass dann ausbrach, bekam keiner mit, wie sich Eleonora, Mattias und Ludowigus in den Kampf mischten. Ludowigus streckte einige Feinde nieder und als schließlich die Verstärkung durch mehr Soldaten kam, unterlagen die Feinde und Ludowigus suchte seine Freunde, als er eine Stimme hörte, die rief „Was sollen wir mit dem armen Kerl machen“? Und die Stimme von Eleonora, die lauthals aufschluchzte. Da rannte Ludowigus dem Schluchzen nach und fand Eleonora neben Mattias knien, dem eine Lanze aus der Seite ragte. Ludowigus wurde vom Schmerz überwältigt. Da hörte er ein leises Röcheln und sah einen der Feinde, der noch mit dem Tod rang. Eleonora ging mit Ludowigus zu dem Sterbenden und als Eleonora sich über ihn beugte um ihn böse anzufunkeln, hob der Mann seine noch geladene Armbrust und drückte ab. Ludowigus konnte nur geschockt auf den Pfeil starren, der in Eleonoras Brust steckte und auf den roten Fleck, der sich wie eine Blüte ausbreitete. Sie fiel und noch bevor sie aufschlug war sie tot.

Ludowigus´ Herz war gebrochen und er nahm die beiden Leichen seiner Freunde an sich und begrub sie auf einer Anhöhe nahe der Burg und spielte seit dem Tag rund um die Uhr auf seiner Fiedel, die er bekommen hatte für die Leben von Eleonora und Mattias. Ludowigus spielte nur noch eine herzzerreißende Trauermelodie, die an seine einzigen Freunde erinnern soll. Die Leute nannten ihn nur noch den „Spielmann des Todes“. Als Ludowigus bald verhungerte, vergaß man ihn schnell. Doch wenn du auf dem Hohentwiel, auf dem früher jene Burg stand, zu den Hügeln wo die Weinreben sind, spazieren gehst, kannst du vielleicht, wenn du genau hinhörst, die Trauermelodie von Ludowigus´ Geist hören, der auch noch im Tod für seine Freunde spielt.                                                                  ENDE

Von Winona

Ludowigus – ein Spielmann im Mittelalter

Ludowigus wohnte in einem kleinen Dorf mit seinen Eltern. Bei einer Hitzewelle brannte ihr kleines Haus ab. Ludowigus musste sich nun seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Er wollte aber kein Knecht oder Bettler werden. Deswegen beschloss er ein Spielmann zu werden. Er schnitzte sich eine kleine Flöte mit fünf Löchern und baute sich eine Trommel zum Umhängen. Er war traurig, weil es sein könnte, dass er seine Eltern nie wiedersieht. Er zog von Dorf zu Dorf. Manchmal kann es Wochen dauern, bis er wieder einen Auftrag bekommt. Etwas besser geht es ihm, wenn er in eine Stadt kommt. In die Stadt darf aber nur eine bestimmte Anzahl von Spielleuten. Aber auch die werden nach einigen Tagen ausgewiesen. Als Ludowigus an einem Fest spielte, bekam er eine Fiedel geschenkt. Er konnte nun mehr Angebote annehmen. An einem Tag kam er in eine große Stadt, um am nächsten Tag an einem riesigen Fest in der Burg zu spielen. Ein Teil der Stadt sah grau aus, hatte keine schönen Gärten, die Leute waren traurig und es liefen Geiselzüge umher. Das war kein schöner Anblick. Der andere Teil der Stadt sah stattdessen schön aus. Sie hatten schöne Gärten und die Leute waren fröhlich. In der Mitte stand die prächtige Burg. Auf der einen Seite wunderschön, auf der anderen Seite grau und hässlich. Er musste in dem hässlichen Teil schlafen. Am Tag hielt er sich aber im schönen Teil auf. Es war das komplette Gegenteil, als ob das zwei verschiedene Welten wären. Am nächsten Morgen wachte Ludowigus traurig auf. Er probte noch ein letztes Mal bevor er in der Burg spielte. Er war wieder fröhlich. Immer wenn Ludowigus spielte, wurde er fröhlich. Dann wurden die Spielleute in die Burg eingelassen. Er spielte wunderschön. Als die Hälfte der Spielleute gespielt hatten, wurde er nach vorne gerufen – dort wo Königin und König saßen. Er hatte Angst, weil man meistens, wenn man nach vorne gerufen wird verprügelt oder ausgelacht wird. Als er oben stand, sah er seine Eltern und er hatte keine Angst mehr. Er umarmte sie und fragte: „Wo kommt ihr denn her und warum wurde ich nach vorne gerufen?“ Der König und Ludowigus Vater traten nach vorne und baten um Ruhe. Der König begann zu sprechen. Er sagte:“Ludowigus, wir …. Der Vater unterbrach ihn und fragte den König, ob er es erzählen dürfe und fing dann an: „Ludowigus, du bist ein König.“ Einige Leute lachten. die anderen waren verunsichert und Ludowigus wusste nicht, ob er das glauben soll. Sein Vater erzählte weiter: „Wir sind deine Pflegeeltern. Dein Vater war der Bruder von dem König und war auch König. Und seine Frau Deine Mutter ist gestorben, als du noch ganz klein warst. Dein Vater war so traurig, dass er sich nicht mehr um dich kümmern konnte. Wir waren in der Burg angestellt und kannten deinen Vater gut. Deswegen hat er uns gefragt, ob wir uns um dich kümmern können. Dein Vater ist dann gestorben und jetzt bist du der König von der einen Hälfte der Burg – von der grauen Seite. Dein Opa hat jedem Sohn eine Hälfte der Burg vererbt. Die Leute sind alle so traurig, weil sie das Königspaar geliebt haben. 

Einige Wochen später war Ludowigus König und ließ seine Seite wunderschön herrichten. Er half auch mit. Die Leute mochten ihn. Er zog aber weiter, weil er die Musik liebte. Er lief nicht so weit weg und kam jedes halbe Jahr wieder. Und er nennt seine Pflegeltern immer noch Mama und Papa. 

Von Leonie

Ludowigus Familie

Es war ein schöner sonniger und frischer Tag und Ludowigus war auf dem Weg in eine kleine Stadt. Man sagte sich sie wäre heilig, doch Ludowigus dachte nur an diese eine Person die hier lebte und die er so sehnlichst wiedersehen wollte. Er lief einen langen Kiesweg entlang und spielte fröhlich auf seiner Schalmei. Als er wieder eine Weile gegangen war, sah er den Kirchturm von der Stadt, wo er schon seit langer Zeit hinwollte. Doch dies hatte er sich nie getraut, denn nachdem er von dort abgehauen war, verließ ihn nie der Gedanke, dass jemanden etwas zugestoßen war. Denn das hätte er sich nie verziehen. Er trat vor das alte und verrostete Stahltor und setzte sich dann daneben, um darauf zu warten, dass es geöffnet würde. Es ging ein Ruck durch das Tor und es wurde nach oben gezogen. Er packte seine Instrumente und stand auf. Er holte einmal tief Luft und betrat zögernd die Straßen der kleinen Stadt. Kleine Kinder rannten froh spielend durch die engen Gassen. Einige der Eltern nahmen ihre Kinder an die Hand, als sie Ludowigus sahen und zogen sie mit sich. Es ging ein Duft von frischem Brot durch die Gassen und Ludowigus wusste sofort, woher er kam. Er ging in Richtung eines kleinen und verfallenen Hauses und erstarrte als ihm eine junge Frau entgegenkam. Sie hatte lange schwarze Haare, die sie zu einem langen Zopf geflochten hatte. Sie blieb stehen und starrte ihn an. Sie wusste wer er war, oh und wie sie es wusste. Sie drehte sich blitzschnell um und lief davon. Doch Ludowigus ließ sich nicht so leicht abschütteln und rannte ihr hinterher. Er durfte sie nicht aus den Augen verlieren, er musste ihr alles erklären.

Dann blieb sie abrupt stehen und schaute sich hilflos auf dem vollen Marktplatz um, wo wollte sie hin? Doch Ludowigus stellte sich ihr in den Weg und hielt sie fest. Sie versuchte sich los zu reißen, doch er ließ sie nicht los. „Was willst du von mir Ludowigus? hast du nicht schon genug Unheil angerichtet?“ Er ließ sie los und schaute zu Boden „Geht es ihm gut?“ Er schaute ihr wieder in die Augen, „Du musst wissen Aleidis, ich habe nie aufgehört an euch zu denken.“ „Ob es ihm gut geht? Du hast dich doch sonst nicht um uns gesorgt.“ Ludowigus sah sie entschuldigend an „Wir waren beide noch jung und… Ich habe nie aufgehört dich zu lieben. Und Arnold erst recht nicht. Wo ist er? Ich würde ihn gerne sehen.“  Sie sah ihm starr in die Augen, als wollte sie ihm sein plötzliches Interesse für seine Familie nicht abkaufen. Doch dann fiel sie ihm in die Arme. „Wie konntest du Arnold und mir das nur antun? Er ist doch noch so jung.“ Doch dann rannte ein kleiner braunhaariger Junge auf die beiden zu.  Aleidis nahm ihn auf den Arm und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.

Von Aisha

 

Wie Ludowigus ein Spielmann wurde

Ludowigus war etwa dreizehn Jahre alt als der Hof seines Vaters abbrannte. Es war am Abend als Ludowigus` Schwester Adea aufgeregt in die Küche rannte. „Sie kommen wieder! Bald werden sie wieder jemanden überfallen!“ Es war zu der Zeit als die Soldaten von Julius des Grausamen den Befehl erhalten hatten, alle Dörfer und Siedlungen auszurauben. Jeden Abend kamen sie und niemand war vor ihnen sicher. Manche waren in den Wald oder in ferne Länder geflüchtet; aber es half nichts, die Soldaten schnappten sie alle, raubten sie aus und nahmen sie als Sklaven mit. Ludowigus` Vater wollte nichts davon wissen.

„Solche Feiglinge!“ sagte er immer. Nein, er wollte für den Hof und seine Familie kämpfen. Er schnappte sich sein größtes Messer und befahl allen außer Hans (der große Bruder von Ludowigus) sich in den geschützten Wald zurück zu ziehen. Ludowigus, Adea und seine Mutter liefen sofort los und versteckten sich in den Bäumen. Von dort beobachteten sie, wie der Vater versuchte die Soldaten davon abzuhalten, ihnen alles wegzunehmen was ihnen gehörte. Aber er überlebte diesen Versuch nicht. Er hörte seine Mutter laut aufschluchzen und ihm selbst nahm es den Atem. Vater war immer dagewesen und nun befand sich dort, wo er immer gewesen war, eine gähnende Leere. Hans aber schlug sich tapfer, wurde aber trotzdem festgenommen. Ludowigus sah, wie die Soldaten den Hof, Vaters Ein und Alles, abbrannten. Dann liefen sie in den Wald, wo sie die Mutter und Adea entdeckten und mitnahmen. Ludowigus aber, der etwas höher geklettert war, bemerkten sie nicht. Als Ludowigus sich sicher war, dass keine Soldaten mehr in der Nähe waren, stieg er vom Baum, um sich in dem Trümmerhaufen umzusehen, ob etwas nicht verbrannt war. Er entdeckte die Trommel, die ihm sei Vater einmal gebaut hatte und weil er keine Lust hatte, sich sein Geld als Knecht verdienen und auch nicht betteln gehen wollte, beschloss er sich als Spielmann zu versuchen. ENDE   

Von Theodora

Ludowigus

Jahre sind vergangen, die Pest ist vorbei und LUDOWIGUS kommt gerade mit seinem Esel aus der Stadt. Er strahlt, denn er hält einen Dudelsack in Händen. In dieser Stadt gab es viel zu feiern. LUDOWIGUS setzt sich auf den Esel, der mit der Zeit sein treuer Gefährte und guter Freund geworden ist. Das nächste Dorf ist nicht weit entfernt und sie könnten es noch vor Sonnenuntergang schaffen, hinzukommen. URSULA hat LUDOWIGUS seit dem Burgfest nie mehr gesehen.Als sie angekommen sind, ist die Sonne fast hinter dem Wald versunken und LUDOWIGUS` Glück mit ihr, denn das Tor ist verschlossen. Diese Nacht muss er wohl draußen schlafen. Er legt sich in ein Gebüsch und sagt sich: „Na, wenigstens regnet es nicht!“ Doch dann ziehen urplötzlich schwarze Regenwolken auf und fünf Sekunden später ist LUDOWIGUS klatschnass. Er legt seine Instrumente ins Trockene und kriecht mit seinem Esel hinterher.

Am nächsten Morgen ist er krank, er hat Fieber und seine Glieder schmerzen. Er nimmt seine Instrumente und geht mit dem Esel zum Tor. „Wenigstens ist das auf“, denkt LUDOWIGUS und geht ins Dorf. Er setzt sich an einen Brunnen und lässt den Esel trinken. Plötzlich kommt aus einem Haus eine Frau gerannt und LUDOWIGUS erkennt sie sofort. Es ist URSULA. Sie nimmt LUDOWIGUS an der Hand und zieht ihn ins Haus. Ein wenig später sitzen sie zusammen am Kamin und trinken Tee. URSULA erzählt, dass der Burgherr sie nach dem Fest mit Reichtümern überhäuft hatte und dass sie sich einen Hof kaufen konnte und dass ein ferner Verwandter, den sie nie gekannt hatte, verstorben war und sie die einzige Erbin. Dass sie einen Beruf erlernt hatte und nun Schneiderin war. Und zuletzt fragt sie: „Willst du nicht für immer bei mir bleiben?“ LUDOWIGUS ist sprachlos und URSULA fällt ihm um den Hals. Die beiden wurden ein glückliches Paar. LUDOWIGUS wurde Instrumentenbauer und sie bekamen drei Kinder.                                                                                                              -ENDE-    

Von Magdalena 

Ludowigus

Ludowigus ritt auf seinem Esel an einem Fluss entlang, in der Hoffnung irgendwann eine Möglichkeit zu finden, diesen zu überqueren. Der Fluss war groß und breit, eigentlich schon fast ein richtiger Strom. Ludowigus ritt und ritt, es dämmerte schon. Solange war er schon unterwegs. Ludowigus kam nicht schnell voran, denn der Esel war schon müde und konnte nicht mehr. Da sah Ludowigus in der Ferne ein kleines Licht, und er beschloss dort hinzureiten und sich einmal anzusehen, woher das Licht kam. Nach ungefähr einer halben Stunde erreichte Ludowigus das Licht und er erkannte, dass das Licht aus einer Hütte kam. Er beschloss dort anzuklopfen und nach einer Unterkunft für die Nacht zu fragen. Also klopfte er: “Pock”….nichts, keiner machte auf. Ludowigus versuchte es noch einmal: “Pock, pock”. Da öffnete sich auf einmal die Türe und ein alter magerer Mann stand darin. ”Was willst du?”, knurrte er unfreundlich. „Ich wollte fragen, wenn ich Ihnen etwas auf meiner Fidel vorspiele, ob ich dann für eine Nacht eine Unterkunft haben kann”, antwortete Ludowigus. Der Mann aber sagte: ”Verzieh dich!” und schlug Ludowigus die Türe vor der Nase zu.

Da musste Ludowicus mit dem müden Esel weiterreiten, bis er eine Brücke am Fluss fand. Er ritt hinüber und gelangte nach einer Weile in eine Stadt. Er ritt eine Zeitlang durch die gepflasterten Straßen. Die Hufen des Esels klackerten auf dem gepflasterten Boden so laut, dass der Schall von einer Hauswand zur anderen geworfen wurde. Da sah er ein, von einer flackernden Laterne angeleuchtetes, Schild mit der Aufschrift: “Tischler Hubertus”. Ludowigus nahm sich vor, am nächsten Morgen einmal hinein zu gehen. Nun suchte er sich noch einen etwas gemütlichen Platz, wo er die Nacht verbringen konnte. Er fand eine windgeschützte Ecke.

Am nächsten Morgen machte er sich gleich auf zum Tischler. Er trat in die Werkstatt ein. Ihm kam eine große Wolke Schmirgelstaub entgegen. Durch die diesige Luft erkannte er einen alten Herrn, der gleich fragte: ”Wie kann ich Ihnen behilflich sein?” Ludowigus bat, dass er für Musik bei dem Herrn wohnen dürfe. Der Mann bejahte und von nun an hatte Ludowigus es recht gut. Doch eines Tages lag der Mann im Sterben und rief Ludowigus zu sich ans Bett. Er sagte: ”Ludowigus, nun ist die Zeit gekommen von dir und deiner Musik Abschied zu nehmen, aber bevor ich die Erde verlasse, will ich dir noch was erzählen: Ich war auch mal so ein Spielmann wie du und war auch vogelfrei. Doch da habe ich mich vor dem Vogelfreisein versteckt und als Tischler gearbeitet. Ich wurde reich mit der Zeit. Nimm all mein Geld an dich und bewahre es gut. Und nun Ludowigus, Lebewohl!“ Er beendete seine Rede und starb.

Von jetzt an war Ludowigus der reichste und bekannteste Musiker der Stadt und die Leute vergaßen sein Vogelfreisein. Dafür war er dem alten Tischler sehr dankbar. Und jedes Jahr, am Todestages des Tischlers, kam Ludowigus zum Tischlerhaus zurück und spielte dessen Lieblingslied für Ihn. Denn er wusste, der Tischler würde die Musik auch im Himmel hören.

Von Jonas

 Ludowigus im Glück

Ludowigus ritt auf seinem alten Esel und mit Abschiedsschmerz im Herzen den Burgberg hinab. Dabei summte er das Lied: „Ach Elslein, liebes Elslein“. Gedankenverloren kam er an einem alten Gesell vorbei, der auf einem Dudelsack spielte. Ganz benommen von der schönen Melodie des Dudelsacks, hielt Ludowigus inne und lauschte den angenehmen Klängen. Der alte Gesell hörte auf zu spielen und fragte: „Woher hast du denn dieses edle Tier?“. Darauf antwortete Ludowigus: „Ach, diesen alten Esel habe ich als Entlohnung für meine Dienste als Spielmann erhalten. Aber sag: Woher hast du diesen bezaubernden Dudelsack? Seit ich denken kann, wünsche ich mir einen solchen!“ Der Gesell entgegnete: „Nun, wir können gerne Esel gegen Dudelsack tauschen. Ich bin alt und die Tragekünste dieses kraftvollen Tieres könnten mir sehr dienlich sein. Sie müssen wissen, die Pest wütet im Nachbarsdorf und auch die Geißler konnten sie mit ihren Gerten nicht vertreiben.“ Überglücklich willigte Ludowigus in diesen vorteilhaften Handel ein. Sofort schwang sich der Gesell auf das alte Tier, schnalzte mit der Zunge und ritt von dannen. Erst als dieser im dichten Nebel verschwunden war, bemerkte Ludowigus, dass er auf der Flucht vor der Pest seinen Weg mit dem beschwerlichen Dudelsack nun zu Fuß fortsetzen musste. Zudem packte ihn wieder das Herzeleid und es zog ihn zurück zu Ursula in die Burg. Leider waren die Tore für ihn verschlossen. Dann fasste er einen Entschluss: Was auch komme, er müsse zurück in den Burghof und Ursula seine brennende Liebe gestehen.

Glücklicherweise bemerkte er zwanzig Fuß von ihm entfernt eine Kutsche des Burgherren, die anhielt, damit der Kutscher seine Blase entleeren konnte. Ohne zu zögern sprang Ludowigus in den Hinterteil der Kutsche und versteckte sich im Heu. Plötzlich hörte er den Kutscher wieder einsteigen und mit Peitschenschlägen setzte er die Fahrt fort. Währenddessen – im Heu- überlegte er, wie er Ursula für sich gewinnen könnte. Als die Kutsche hielt, bemerkte er, dass sie sich bereits im Hofinneren befanden. Hastig streckte Ludowigus seinen Kopf hinaus und entdeckte einen nah gelegenen Busch, hinter dem er sich versteckte. Nun wartete er – zitternd vor Kälte – bis zu den Abendstunden. Gegen Mitternacht machte er sich auf den Weg zu Ursulas Gemach und stellte sich mit seinem Dudelsack unter Ursulas Fenster. Mit pochendem Herzen blies er aus voller Kehle ins Anblasrohr seines alten Dudelsacks. Kurze Zeit später ging das Licht in Ursulas Schlafgemach an und sie öffnete das Fenster. Daraufhin hielt er inne, legte den Dudelsack beiseite und sang aus voller Kehle:

Ach Ursulein, liebstes Ursulein, wie gern wär ich oben bei dir.

So sind zwei Meter Abstand zwischen dir und mir.

Komm doch zu mir und wir werden gemein

von dannen zieh’n, liebstes Ursulein.

 

Völlig gerührt von diesem wundersamen Gesang und dem schönen Anspiel des Dudelsacks brach Ursula in Tränen aus, rannte die Wendeltreppe hinab und fiel Ludowigus in die Arme. Sie küssten sich innig. Begleitet wurde das Ganze von tobendem Applaus der gesamten Burgherrschaft. Am nächsten Tag wurde ein großes Hochzeitsfest gefeiert, bei dem Ludowigus auf seinem Dudelsack trällerte. Und wenn er nicht gestorben ist, dann trällert er noch heute.

Von Timon