Alle Beiträge von Daniel Schaarschmidt

Die Freie Waldorfschule Wahlwies stellt sich vor

 

Herzlich willkommen an unserer Schule! 

Wir haben für Sie einen kurzen Einblick in die Klassen 1-13 und in unser Schulleben vorbereitet. (Die Bilder laufen automatisch ab. Wenn Sie ein Bild länger ansehen möchten, zeigen Sie mit dem Cursor Ihrer Maus auf das entsprechende Bild. Sobald Sie diesen wieder entfernen, läuft die Bilderreihe weiter. )

Viel Freude beim Ansehen!

 

 

 

 

Aktuelle Corona-Informationen

Liebe Eltern,
liebe Schulgemeinschaft,

sehr häufig erreichen uns Anfragen von einzelnen Eltern und KollegInnen, wie wir die verschiedenen Regeln und Themen in der Pandemiezeit handhaben.
Hier möchten wir Sie auf die aktuellen Corona FAQ des Bundes der Freien Waldorfschulen hinweisen, die sicherlich schon einige Ihrer Fragen beantworten:
https://www.waldorfschule.de/ueber-uns/corona-faq

Außerdem können Sie den aktuellen Hygieneplan der Schule stets über das Schulbüro abrufen.

Nachfolgend finden Sie die aktuellsten Informationsschreiben an die Schulgemeinschaft zum Nachlesen:

Bekanntmachung 07.05.2021

Elternbrief Notbetreuung 06-05-2021

Anmeldezettel Betreuung 10-05-2021

Elternbrief Kl. 1-7 Notbetreuung 28-04-2021

Elternbrief Schulschließung 28-04-2021

Bekanntmachung Inzidenz ü165

Elternbrief Notbetreuung ab dem 12.04.2021

MD Schreiben Handreichung Teststrategie 07.04.2021

MD-Schreiben zum Schulbetrieb nach den Osterferien 01.04.2021

Elternbrief Betreuungsangebote 12.03.2021

Elternbrief 5. und 6. Klasse 11.03.2021

FAQs_Schulbetrieb ab 15_März_2021 der LAG

Elternbrief Klassen 1-4 18.02.2021

Elternbrief Kl. 5-8 18.02.2021

Elternbrief Oberstufe 19.02.2021

Aktuelle Informationen zum Schulbetrieb Kultusministerium

 

i.A. Das Schulbüro

Eindrücke aus der 1. Klasse

Die Organe des Menschen – Biologieepoche in der 10. Klasse

 

Für den Biologieunterricht der 10. Klasse schlägt Rudolf Steiner vor „den Menschen als einzelnes Wesen verständlich zu machen“. Dem entsprechend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse in der Biologieepoche mit den menschlichen Organen.
Dabei steht der Mensch ganz im Zentrum der Betrachtung und nur vereinzelt wird ein Vergleich mit dem Tierreich angestellt. Zugeschnitten auf die Epoche gibt es ein biologisches Praktikum mit je einem Drittel der Klasse, in dem die Inhalte der Epoche praktisch und damit sehr anschaulich vertieft werden können. Nicht alle Organe können gleich intensiv besprochen werden. Ein großer Fokus liegt auf dem menschlichen Herzen, das wir sehr ausführlich beleuchteten. Wir sahen uns die Anatomie und Physiologie des Herzens genau an, gingen der Frage nach, ob das Herz nun eine Pumpe ist oder nicht und was das Herz neben seiner blutfördernden Tätigkeit noch alles vermag.
In dem Zusammenhang wird man ganz von selbst auf eine andere Rolle des Herzens aufmerksam: Das Herz ist auch ein Ausdrucksorgan seelischer Regungen und ein
Erkenntnisorgan im Ringen um den richtigen Weg. Diese beiden Tätigkeiten bleiben aber einer rein wissenschaftlichen Herangehensweise verschlossen. Und doch spüren viele Menschen diese besondere Rolle des Herzens, wenn sie in sich hineinhören und ihren bisherigen Lebensweg Revue passieren lassen. Die Schülerinnen und Schüler nähern sich dem Thema, indem sie zunächst Sprichwörter sammeln. Da zeigen sich viele Hinweise, dass das Herz eine besondere moralische und emotionale Instanz zu sein scheint, die dem rein rationalen Urteil eine wichtige Komponente zur Seite stellt. Welche Sicht auf das Herz die Schülerinnen und Schüler „im Herzen tragen“ zeigt sich aber ganz besonders in der Gestaltung der Titelbilder für das Epochenheft. Obwohl doch zahlreiche Organe im Unterricht vorkommen, ist häufig das Herz auf dem Titelbild zu sehen und das meist sehr kunstvoll und ausdrucksstark. Die Darstellung einer Pumpe war da noch nie dabei.
                                                                                                                                                        Michaela Schäfer

 

Vom Klassenspiel der 12. Klasse

Es gibt die Entwicklung des Dramas und es gibt Shakespeare“ – Frau Nixdorf, 2020

Herzlichen Dank an Jürk Langer für die eindrucksvollen Bilder

 

                                    Herzlichen Dank an Michael Dörfer für die schönen Eindrücke 

Der Beginn unseres 12. Schuljahrs hatte schon mehrere Überraschungen im Ärmel. Dank Corona hatte wahrscheinlich niemand einen wirklich „normalen“ Start erwartet, doch die Nachricht, dass wir unser Klassenspiel schon in weniger als sechs Wochen aufführen würden (falls es denn eine Aufführung geben würde), kam dann doch unerwartet. Statt wie normal ein halbes Jahr lang jede Woche eine Stunde Zeit für Überlegungen und Organisatorisches zu haben, fand z.B. der sonst eher langwierige Prozess der Stückwahl an einem Tag statt. Am Freitag vor unserer dreiwöchigen Intensivprobenzeit sammelten und stellten wir Stücke vor, die wir auch sofort zur Wahl stellten. Das Stück das am meisten Stimmen bekam war „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare. Am folgenden Montag bekamen wir die Textbücher und den Auftrag uns das Stück einmal komplett durchzulesen. Nach einer erstaunlich friedvollen Rollenverteilung, konnten wir uns endlich richtig in die Probenarbeit stürzen.

 Wie vieles im Leben gab es auch in unserem Fall ein Glück im Unglück. Wegen COVID-19 mussten viele Betriebe und Menschen leiden. So auch die Druckerei Uhl welche in dieser Zeit pleiteging. Diese Situation ist eine wirklich ernst zu nehmende, trotzdem entstand ein Fünkchen schönes daraus, nämlich die Möglichkeit in der nun leeren Halle zu proben und aufzuführen.

 Unsere Probenarbeiten machten schon schnell viel Spaß. Das Anlegen der Szenen ging im großen und ganzen recht fix – auch wenn Geduld durchaus gefragt war – und schon bald ging es darum tiefer in das Stück zu kommen. Wir konnten zuschauen, wie es sich entwickelte und wir immer weiter in die Gassen Venedigs eintauchten und die große, kalte Halle nach und nach zu einem vertrauten, friedvollen Ort wurde, welcher von Lachen gefüllt war.

Bevor wir uns jeden Tag an die einzelnen Szenen machten, wärmten wir uns mit diversen Theaterübungen und Impro-Theater auf. So entstand ein lustiges Szenario nach dem nächsten und nicht selten kugelten wir uns auf dem Boden vor Lachen. Ähnlich war es beim eigentlichen Stück, als beim Vertiefen von mancher Szene, neue, gezielt überspitze Elemente dazu kamen und wir zwischendurch auch ins improvisieren kamen.

Die ersten anderthalb Wochen vergingen wie im Fluge, und wir freuen uns schon auf den Rest unserer Proben und die Aufführungen! Leider müssen wir aufgrund der besonderen Zeit auf öffentliche Vorführungen verzichten.

Stückzusammenfassung:

Unser Theaterstück „Ein Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare dreht sich um den Konflikt zwischen Christen und Juden. Nach vielen Jahren der Unterdrückung und Erniedrigung der Juden, verleitet eine Reihe von Ereignissen einen reichen christlichen Kaufmann namens Antonio dazu, auf einen Juden zuzugehen und Geld von ihm zu leihen. Antonios bester Freund will um die Hand der wunderschönen und reichen Porzia bitten, und braucht dafür das Geld welches Antonio borgt, da alle seine Reichtümer zur Zeit auf der See sind.  Da Antonio keine Zinsen für das geborgte Geld geben will, lässt ihn der Jude namens Shylock eine Schuldverschreibung unterschreiben, nach der er ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper schneiden dürfe, falls dieser seine Schuldfrist überschreitet.

Zur selben Zeit treffen zwei weitere Menschen aus jüdischer und christlicher Herkunft aufeinander. Diese sind jedoch nicht von Hass, sondern von Liebe getrieben. Shylocks Tochter Jessika ist in einen Christen verliebt und will mit ihm aus dem strengen Haus ihres Vaters entfliehen.

Eines kommt aufs nächste: die Spannung zwischen Christen und Juden steigt, Verwirrung wird gestiftet, Freunde verraten, Liebe entfacht, Gnade gefordert bis plötzlich das Schicksal in unerwarteten Händen liegt.                                                                                                           Die 12. Klasse

 

Die Einschulungsfeier als Auftakt zu einer gemeinsamen Reise

Herzlich willkommen, liebe Erstklässler

Samstag, 19. September 2020. Für über 30 Familien ist es ein wichtiges Datum; Ihre sechs- und siebenjährigen Kinder kommen in die Schule. Die Einschulungsfeier in der Turnhalle der Freien Waldorfschule Wahlwies ist der Startschuss für eine gemeinsame Reise für Eltern, Kinder und deren Klassenlehrerin. Mit Spannung und Vorfreude betreten sie das gemeinsame Schiff und
sind bereit, auf eine gemeinsame achtjährige Fahrt. In der Turnhalle sitzen die Kinder gebannt nebeneinander in zwei Bankreihen. An ihren Rücken die großen, bunten Schulranzen. Hinter ihnen die Eltern und Geschwister, vor ihnen die Bühne und der aus Efeuranken und Sonnenblumen geschmückter Torbogen, durch den jedes der Kinder hindurchschreiten wird. Doch bis es soweit ist, eröffnen die Streich- und Zupfinstrumentenspieler der sechsten Klasse musikalisch die Feier. Frau Flegar, eine der Eurythmistinnen der Schule, heißt Kinder, Eltern und vor allem die neuen Familien willkommen in der Schulgemeinschaft.
Die Halle überkam ein Schweigen, die Klassenlehrerin, Frau Julienne Winter, betritt die Bühne, die Augen der Kinder sind groß. Die Klassenlehrerin ruft das erste Kind auf, es schreitet entschlossen durch das Tor, wo es wärmstens von ihr mit einer Sonnenblume empfangen wird. Die Klassenhelferin, Ronja Bopele, zeigt jedem Kind, wo es sich auf der Bühne aufstellen kann. Ob mit zartem Schritt, festem Tritt oder einem letzten Blick zurück zu den Eltern, alle 34 Kinder haben den Mut und die Kraft durch den Bogen zu gehen. Gemeinsam sind sie die erste Klasse der Freien Waldorfschule Wahlwies. Nach einem Moment der Rührung bei der Lehrerin und einigen Eltern, lauschten alle dem Beginn des Grimmschen Märchen „Die Kristallkugel“.
Zum Ende der Feier lädt die Klassenlehrerin die Erstklässler in das gemeinsame Klassenzimmer ein. Erstklässler für Erstklässler hält sich an einem langen Schiffstau fest. Während die Klänge der Instrumente den Raum erhellen, ziehen die Kinder, geführt von der Klassenlehrerin an den Eltern vorbei hinaus.

Julienne Winter