Alle Beiträge von Daniel Schaarschmidt

Johannilieder

In diesem Jahr können wir eines der schönsten Jahresfeste nicht gemeinsam an unserer Schule erleben. Aber wir sind sicher, dass jede Familie einen Weg findet, Johanni auf eine in diesem Jahr besondere Art und Weise zu feiern.
Heidrun Menzel hatte den wunderschönen Impuls, unsere Johannilieder einzuspielen.

Viel Freude beim gemeinsamen Singen in Euren Familien!

Die Sonne tönt

Feuersalamander

Geh aus mein Herz

Ich gehe über Berg und Tal

Terre rouge

Birkenring

Aus der siebten Klasse

Die Siebtklässler haben sich in der Homeschooling- Zeit ein Jugendbuch erarbeitet und dazu noch weiterführende Aufgaben angefertigt.

Es folgt eine Inhaltsangabe des Buches:

Surya, ein 12- jähriger Junge, der in einem indischen Dorf lebt, wird von einem Kinderhändler verkauft und muss unter sehr schlechten Bedingungen in einer Weberei arbeiten. Dort lernt er Sagar, Ankit und Maya kennen, die schon lange hier eingesperrt sind. Surya und Maya gelingt die Flucht. Auf abenteuerlichen Wegen kommen sie nach Benares. Hier findet Maya zufällig ihre Familie wieder, bei der die Kinder erst einmal bleiben. Surya lernt Ranjit, den Mitarbeiter einer Organisation gegen Kinderhandel kennen. Zusammen gelingt es ihnen, die Kinder in der Weberei zu befreien. Ranjit sorgt dafür, dass Surya und auch Sagar sich in einem Ashram erholen können und dort auch eine Schulbildung erhalten.                            (Gemeinschaftsarbeit)

Aufgabe: Was denkst du ganz allgemein über Kinderarbeit?

Ich finde Kinderarbeit gemein, weil die Kinder den ganzen Tag unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten müssen und nur sehr wenig verdienen. Da sie keine Schule besuchen dürfen, können sie keinen richtigen Beruf erlernen und müssen ihr Leben lang in einer Fabrik arbeiten. Außerdem müssen sie manchmal mit Pestiziden arbeiten und werden dadurch schwer krank. Die Kinder haben keine Chance ihre Zukunft selbst zu gestalten, sie werden arm bleiben. Ich finde es gemein, dass die Kinder so hart arbeiten müssen und dann nicht mal einen angemessenen Lohn erhalten und sich nur wenig zu Essen kaufen können. Ich finde es gut, dass in Deutschland Kinderarbeit verboten ist.                                                                                                      Julie

Ich finde es sehr traurig, dass so etwas Schlimmes manchen Kindern angetan wird. Man nimmt ja dadurch den Kindern die Chance ihre Kindheit zu genießen…..                                                    Isabel

Ich finde, dass die Kinderarbeit den Kindern ihre Kindheit nimmt. Es ist ein Verstoß gegen das weltweit gültige Kinderrecht. Es ist schlimm, dass es bis heute noch Kinderarbeit gibt. Über 15 Millionen Kinder und Jugendliche werden ausgenützt und zwar von Erwachsenen. Sie werden nicht vor Gewalt geschützt und haben viel zu lange Arbeitszeiten. Es macht mich sehr traurig, denn die Kinder können oftmals nicht in die Schule gehen und haben somit auch keine Bildung. Auch fehlt ihnen der Kontakt zu Gleichaltrigen. Sie haben keine Zeit, um ihre Kindheit zu genießen. Sie können nie spielen. Ich bin froh, dass es solche Organisationen wie UNICEF gibt, die sich für Kinderrechte einsetzen und kämpfen.                                                                                        Mayen

Ich persönlich finde Kinderarbeit schrecklich, da man den Kindern damit die Zukunft verbaut und ihnen die Kindheit weggenommen wird. Leider müssen viele Kinder unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten, damit andere ihre Kleider oder Teppiche, aber auch Handys und Computer möglichst billig bekommen. Hierfür sollten unbedingt sehr hohe Strafen eingeführt werden, damit dies ein Ende hat. Es ist traurig, dass die Kinder unter ganz schrecklichen Bedingungen arbeiten müssen und dafür oft nur Brot und Wasser bekommen. Außerdem ist es schwierig, weil die Kinder meist aus ihren Familien gerissen werden und keiner nach ihnen schauen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, dass viele Menschen über Kinderarbeit Bescheid wissen und keine billigen Produkte mehr kaufen.                                                                                                                         Natan

 

Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten, trotzdem kommt sie immer wieder vor. Es sollte dagegen härtere Gesetze und Kontrollen geben. Kinder werden dadurch ausgenutzt und ihre Entwicklung wird beschränkt. Sie können nicht lesen und schreiben und keinen Beruf später erlernen. Sie erleben sehr schreckliche Dinge. Die Freiheit wird ihnen dadurch genommen. Ein Erwachsener sollte nicht auf die Idee kommen, Kinder so zu behandeln und so zu versklaven.

Raphael

Aufgabe: Fertige ein Plakat zum Thema Kinderarbeit an.

Hier einige Plakate:

 

Eine Buchempfehlung:

Die Geschichte handelt von einem indischen Jungen, der von Kinderhändlern entführt wird. Er muss jeden Tag hart am Webstuhl arbeiten, wird schlecht behandelt und mit anderen Kindern gefangen gehalten. Eines Tages kann er fliehen und sucht nach einer Möglichkeit, die anderen Kinder ebenfalls zu befreien. Dabei erlebt er viele Abenteuer und trifft gute Menschen, die ihm helfen. Mir hat dieses Buch gefallen, weil es spannend erklärt war und ich jetzt viel mehr über Kinderarbeit weiß und beim Kaufen von Kleidern oder Lebensmitteln vorsichtiger bin.             Julie

Ich empfehle dieses Buch, weil es sehr spannend, interessant und an einigen Stellen auch traurig ist. Ich habe es gerne gelesen. Anhand des Buches kann man sehen, wie gut es uns Kindern in Europa geht.                                                                                                                                            Anton

Die Aufgabe eine Buchempfehlung zu schreiben bezog sich nicht ausschließlich auf das Jugendbuch “Sonnenkind – Ein indischer Junge in den Fängen von Kinderhändlern“ von Ellen Tijsinger, sondern war ganz allgemein gemeint. Deshalb folgen hier noch weitere Buchempfehlungen der Siebtklässler.

Top Secret, Autor: Robert Muchamore

Es gibt 12 Bände über einen Jungen mit Namen James. Er wird von einem Geheimdienst, der Cherub heißt, aufgenommen. Die Kinder werden als Agenten eingesetzt. Bevor sie auf Mission geschickt werden, müssen alle eine harte Grundausbildung durchlaufen, um sich ein graues T-Shirt zu verdienen. Das heißt, man darf auf Mission geschickt werden. Ich empfehle dieses Buch, weil es spannend und auch interessant ist.                                                                                  Emanuel

Ich empfehle dieses Buch, weil es spannend und abenteuerlich ist. Es ist so fesselnd, dass man fast nicht aufhören kann zu lesen, bis der Fall gelöst ist.                                                               Dimitri

 

Nur drei Worte

Das Leben zweier Jungs spielt sich immer mehr auf der Tastatur ab. Zwei Jungs, ein Geheimnis, das niemand wissen darf. Becky Albertallis erstes Buch, Nur drei Worte, wurde mit dem deutschen Jugendliteratur Preis ausgezeichnet.

Ich finde dieses Buch spannend und auch lustig. Man muss nachdenken…. Ich finde die Idee dieses Buches gut. Wenn ich dieses Buch lese habe ich ein Dauerlächeln und ein gutes Gefühl.

Ich habe das Buch ausgesucht, da ich den anderen Menschen, die dieses Buch hoffentlich auch lesen werden zeigen will, wie viel Mut man haben kann. Und es dann in ein so spannendes Buch zu verwandeln, ist wirklich eine schöne Leistung. Aber das ist meine Meinung über dieses Buch.

Sara

Melina und die Delfine, Autor: Federica De Cesco

Die Geschichte spielt auf der Insel Kreta und handelt von Melina und ihrem kleinen Bruder Yannis. Eines Tages stößt Melina auf mehrere Delfine. Sie denkt darüber nach, ob die Delfine ihrem Bruder, der seit dem Tod seines Zwillingsbruders nicht mehr spricht, helfen können. Melina geht mit Yannis immer wieder heimlich zum Strand, um sich den Delfinen zu nähern, was ihr schließlich auch gelingt. Zusammenerleben die Beiden viele Abenteuer und machen mit den Delfinen eine fantastische Entdeckung im Meer. Was haben sie wohl entdeckt, und können die Delfine Yannis helfen? Ich empfehle dieses Buch vor allem für Leser, die Delfine mögen und sich für die Beziehung zwischen Mensch und Tier interessieren. Es ist eine sehr schöne und spannende Geschichte.                                                                                                                                                  Mayen

Die Känguru- Chroniken, Ansichten eines vorlauten Beuteltieres. Autor: Marc- Uwe Kling

Ein Känguru zieht bei einem Mann ein und sie bilden unabsichtlich eine WG. Das Känguru und der Mann erleben lustige Abenteuer. Das Känguru ist politisch gegen den Kapitalismus eingestellt und isst gerne Schnapspralinen.

Das Buch hat kleine Geschichten, die inhaltlich teilweise zusammenpassen. Sie sind so gut wie immer humorvoll.                                                                                                                                       Tim

Jules Wunschzauberbaum, Autor: Marianne Musgrave

Ein Mädchen namens Jule bekommt wegen der ständigen Streitereien mit ihrer jüngeren Schwester ein eigenes Zimmer. Dort macht sie eine Entdeckung. Hinter den alten Tapeten ist ein Baum auf die Wand gemalt, ein Wunschzauberbaum, wie ihr ihre Oma erklärt. Jede ihrer Sorgen soll Jule in den Baum hängen und jedes einzelne Tier des Baumes hat seine besondere Aufgabe ihr zu helfen. Jule meistert mit Hilfe des Wunschzauberbaumes so ihre täglichen Sorgen und Probleme.

Warum ich das Buch empfehle?

Ich finde das Buch sehr fantasievoll und die Idee, durch einen Wunschzauberbaum Probleme in den Griff zu bekommen, ist eine schöne Vorstellung.                                                                   Sophie

Entscheidung am Mount Everest, Autor: Roland Smith

Der 14-jährige Peak Marcello ist Sohn eines weltberühmten Bergsteigers. Doch Peak lebt in New York, weit weg von den großen Bergen, die er besteigen möchte. Aber bald bietet sich ihm eine Gelegenheit, die ihn auch aus dem Gefängnis rettet und zu einem Ort führen soll, von dem jeder Kletterer und Bergsteiger träumt.

In diesem Buch lernt man viel über das Bergsteigen. Das Buch ist interessant zu lesen. Das Thema des Buches interessiert mich, da ich auch selbst klettere.                                                Jonathan

Die Schmahamas – Verschwörung, Autor: Klaas Kern

Selbige Geschichte spielt im Universum von Freedom, einem Minecraft Projekt. Paluten, ein liebenswerter Kürbiskopf und sei allerbester Freund Edgar gewinnen eine Reise auf die Schmahamas. Doch statt Ruhe und Frieden erwartet sie dort ein Abenteuer, das sie nur zusammen mit einem lange verschollenen Feind bestehen können…                                                                  Adam

Sabine Meinhard

 

 

 

Aus der Martinimarktinitiative

Liebe Schulgemeinschaft,

wir Vertreter der Martinimarktinitiative unserer Schule haben uns Mitte Mai in dieser doch sehr besonderen Zeit auf besondere Art und Weise „getroffen“, um uns über den kommenden Martinimarkt im November 2020 Gedanken zu machen. Wir haben intensiv die verschiedensten Aspekte der momentanen Situation in unsere Beratungen mit einbezogen und schlussendlich die aktive Planung des Marktes beiseitegelegt. Der aktuelle Stand ist nun, dass wir noch nicht darüber entscheiden können und wollen, ob der Martinimarkt dieses Jahr stattfinden wird. Diese Entscheidung werden wir im September treffen.

Was uns allen aber klar ist, dass der Martinimarkt in diesem Jahr anders sein wird, sollte er stattfinden. Verschiedenste Ideen zur Gestaltung und Umsetzung stehen schon im Raum, nun wollen wir diese Sammlung um kreative Ideen und Gedanken aus der Schulgemeinschaft erweitern.

Daher bitten wir um eine Rückmeldung zu diesem Thema bis zum 27.06.2020 an:

martinimarkt@waldorfschule-wahlwies.de oder an

Claudia Dörfer Tel.: 07732/9423984 oder 0177/1750331

Herzlichste Grüße aus der Martinimarktinitiative der Freien Waldorfschule Wahlwies

Aus den Tierarbeiten der 5. Klasse

Wissenswertes und kleine Anekdoten aus den Tierarbeiten der 5. Klasse 

Über das Breitmaulnashorn von Daniel

…sie fressen nur Gras und Kräuter und dabei bewegen sie sich wie ein großer und langsamer Rasenmäher voran….

 Über den Mustang von Pirmin:

Eigenschaften einer guten Mutterstute:  Sie ist geduldig. Sie setzt Grenzen.  Sie tröstet. Sie gibt Schutz.  Sie ist immer da.  Sie ist gerecht.  Sie ist wachsam…

Der Gepard  von Falk

…kommt er aus seiner Deckung und beschleunigt innerhalb von drei Sekunden auf bis zu 100 Stundenkilometer…

Über die Elster von Elias

…Die Elstern bauen gemeinsam ein überdachtes Nest, wobei das Männchen die Äste herbeischafft und das Weibchen sie verbaut…Wenn zwei Elstern sich gefunden haben, bleiben sie ein Leben lang zusammen…

Über das Erdmännchen von Laura:

…Um die Augen haben sie einen dunklen Kreis, der ihnen dazu dient, auch gegen die Sonne ihre Feinde zu erkennen. Dieser ist also wie eine Sonnenbrille für die Erdmännchen…

Über die europäische Wildkatze von Emilia:

…Sie leben verborgen in großen Waldgebieten wie in der Eifel, im Harz und im Schwarzwald, jagen, ziehen Junge auf und das alles, ohne je von uns gesehen zu werden

Über den Eisbar von  Moritz
… der Eisbar kann 90 km ohne Pause schwimmen und eine Geschwindigkeit von 10 km/h  erreichen….

Über die Waldmaus von Jakob

….wenn der Bau unterirdisch liegt, gräbt die Waldmaus die Gänge vorwiegend mit den unteren Schneidezähnen. Die Vorderbeine werden fast ausschließlich zum Abtransport des Erdmaterials eingesetzt…

Der Rotfuchs von Helene

…wenn sie eine Krähe fangen wollen, tun sie so, als ob sie tot wären, da Krähen Aasfresser sind. Ist die Krähe nahe genug, packt der Fuchs sie…

Das Faultier von Marla

….die Geburt der Jungen erfolgt ebenfalls in den Bäumen hängend, anschließend klammert sich das Junge an den Bauch der Mutter…

Der weiße Hai von Max

… sie „sprechen“ durch Schwimmbewegungen, da sie keine Laute erzeugen können…

Der Turmfalke von Elias

…wenn die Jungen geschlüpft sind, bleicht nicht das Weibchen immer bei den Jungen, sondern sie wechseln sich ab…

Rabea über den Vogel mit Namen Papageientaucher

…als hervorragender Taucher erreicht er Fische in 60 Meter Tiefe und kann bis zu 30 Sekunden unter Wasser bleiben…

Über den  Wolf von Viktoria

…die Indianer sahen im Wolf einen Anführer, der sich nicht scheut, auch in harten Zeiten seine Anführerschaft gut zum Wohle aller auszuüben…

Über das Känguru von Neele

…das nur 3 cm große Baby kriecht mit seinem Geruchssinn in den Beutel der Mutter und lässt die Zitze im Beutel erst wieder nach 70 Tagen los…

Über die Tüpfelhyäne von Noam

… sie müssen ihre Beute meist den Löwen abgeben, und warten bis diese fertig sind…

Über den Orca (Schwertwal) von Levin

…Orcas haben auch Dialekte und können zwei Ultraschalltöne gleichzeitig aussenden….

Über die Giraffe von Anna-Lena

….das Kalb fällt bei der Geburt  aus zwei Metern Höhe heraus….

Über das Eichhörnchen von Ziona

…wenn die Jungen auf die Welt kommen, wiegen sie nur so viel wie zwei Zuckerwürfel….

Über das Zwergseidenäffchen von Noah

…sie gehören zu den kleinsten Affen der Welt und passen gerade auf eine Hand…

Über den Igel von Frieda

…wie wir Menschen haben Igelbabys auch Milchzähne, die aber nach dem vierten Lebensmonat ausfallen…

Über den afrikanischen Elefanten von Anton

…vier riesige Backenzähne, die sich immer wieder erneuern. Es ist wie bei einem Förderband: Die alten Zähne werden von den neuen nach vorne geschoben und brechen ab…

Über den großen Panda von Leander

…ihr Lebensraum ist im Sommer auf einer Höhe von 2000 bis 4.000 Metern, wo die Temperaturen selten über 10° C steigen….

Über das Zebra von Janina

…die Hengstfohlen werden nach zwei Jahren vom Herdenhengst vertrieben…

Über den schwarzen Panther von Skadie

…damit seine Beute nicht von anderen Tieren geraubt wird, hängt der Panther die Beute  in einer Astgabel hoch im Baum auf…

Max M. über den Hund

…es gibt auch Hunde, die kein Fleisch essen….

Emilia D. über den Delfin

… nach der Guburt bringt die Mutter das Junge sofort zur Wasseroberfläche, damit es zum ersten Mal atmen kann…

Über die Harpyie – das ist eine Adlerart im Amazonas-Gebiet – von Pino

…wenn die Harpyie sich bedroht fühlt, kann sie ihre Kopffedern aufstellen…

Über die Antilopenart Oryx von Leni

…er kann seine Körpertemperatur auf 41°C hochfahren. Dadurch kommt er  in der Hitze nicht so stark ins Schwitzen und verliert kein Wasser…

Über das Kanguru von Benno

…weil Känguruhs nicht rückwärts gehen können, gelten sie in Australien als Zeichen für den Fortschritt und dass alles besser wird…

Oskar über den Pinguin

… das Männchen schiebt das Ei mit seinem Schnabel auf seine Füße. Die Oberseite seiner Füße ist gut durchblutet und so wärmt er  das Ei von unten …

Musikunterricht zuhause

 

Jetzt geht`s los

Nun will der Lenz uns grüßen

Spring

Schläft ein Lied in allen Dingen

 

Wie kann „Homeschooling“ im Fach Musik in der Unter,- und Mittelstufe funktionieren? Für die älteren Schüler sind beispielsweise Notenrätsel oder Aufgaben in der Musiktheorie einfach möglich. Aber wie können vor allemdie jüngeren Schüler zum Singen, zum Lauschen und zum Musizieren angeregt werden? Wie können unser Liedgut und unsere Flötenstücke den Weg zu den Schülern finden?

Eine Lösung brachte mir mein kleines 4-Spur-Aufnahmegerät. Ich begann unsere Lieder und Flötenstücke mit mir selber aufzunehmen – ganz individuell für die verschiedenen Klassen. Bei bekannten Liedern kam mir das Bild so mancher Klasse in den Sinn und brachte mir die Schülerinnen und Schüler wieder ganz nahe. Inzwischen gibt es über 100 aufgenommene Musiktitel. Lieder von unserem Mittelstufenchor, pentatonische Lieder für die 2. Klasse, Kanons und Lieder für jüngere und ältere, ein musikalisches Märchen vom Mittelstufenorchester und natürlich Flötenstücke von der 3. bis zur 7. Klasse.

Heidrun Menzel

Eine Badewanne für die Gelbbauchunke

Als Sabrina Molkenthin vom Umweltzentrum Stockach über Frau Schleuter (Schülermutter, ELK, Klimarat) anfragte, ob Schüler der Waldorfschule bei einem Projekt für die Wiederansiedlung der Gelbbauchunke mithelfen könnten, war eine Gruppe Neuntklässler sofort bereit, sich zu engagieren. Ganz kurz vor dem Corona-Shutdown, am Donnerstag den 12. März, durften wir also noch eine gemeinsame Aktion durchführen. Wir fuhren mit drei Autos nach Hoppetenzell, wo in der Nähe des Friedhofs an einem sehr malerisch gelegenen Ort ein Gelände vom Umweltzentrum Stockach speziell für Amphibien und Libellen umgestaltet wurde. Ein kleiner Weiher wurde bereits 2017 angelegt, der zur Hälfte von Rohrkolben umwachsen ist und in dem schon einige Grasfrösche zu finden waren. Dieser Weiher ist aber nicht geeignet für die Gelbbauchunke. Sie ist ein Pionier und laicht nur in frisch entstandenen Tümpeln, in denen sich noch nicht viele andere Wassertiere angesiedelt haben, wie beispielsweise die räuberischen Libellenlarven. Solche Tümpel entstehen in unserer Kulturlandschaft mit begradigten Bächen, die kaum über die Ufer treten, nur selten, sodass die Gelbbauchunke kaum noch idealen Lebensraum vorfindet und zu den stark bedrohten Arten gehört. Unsere Aufgabe war es nun, unterhalb des Weihers zwei flache Tümpel auszuheben. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Spaten und Schaufeln und unterstützt von Frau Schleuter machten wir uns daran, in dem sehr matschigen Gelände zu schaufeln.

Die Schülerinnen und Schüler waren mit vollem Einsatz dabei und erledigten die anstrengende Arbeit mit Elan, Spaß und äußerst erfolgreich.Frau Molkenthin betreute uns hervorragend. Sie erklärte uns die Hintergründe des Projekts und machte deutlich, dass diese Arbeit aktiver Klimaschutz sei, da intakte Ökosysteme Kohlenstofffreisetzung verhindern. Immer wieder zeigte Sie uns Pflanzen und Tiere, die hier lebten und erzählte kurz etwas über deren Lebensgewohnheiten. So konnten wir z.B. Grasfrösche ganz genau betrachten.

Nachdem wir mit den Tümpeln fertig waren, entfernten wir noch junge Erlen, die sich zahlreich um den Weiher herum verbreiten und, würde man sie nicht in Zaum halten, in kurzer Zeit den Weiher vollständig beschatten und mit ihrem Laub füllen. Da schaffen viele Hände natürlich auch mehr, als wenn einzelne Naturschützer sich mit den Erlen abmühen. Der Einsatz der Schüler war also hochwillkommen und Frau Molkentin war sehr angetan von der fröhlichen Bereitschaft und Ausdauer der Schüler.

Und die Mühe hat sich gelohnt, denn die Gelbbauchunke hat die Tümpel zahlreich besiedelt. Bei einem Besuch der Stelle am 9. Mai konnten Frau Schleuter und ich den jetzt ziemlich eingewachsenen Ort und auch die sympathischen Unken bestaunen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Finn Künstner, Lilly Steinmetz, Kaya Wickertsheim, Naomi Römer, Ceylan Kadioglu, Tillen Frey, Samuel Bleyl und Yves Soika.

Damit die Unken auch nächstes Jahr wiederkommen, müssen im Frühjahr neue Tümpel ausgehoben werden oder die alten von Pflanzen befreit werden. Ich denke, da sollten wir wieder mit dabei sein.

Michaela Schäfer

Link zu einem Südkurier-Artikel über diese Schüleraktion