Archiv der Kategorie: Galerie Schulleben

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Die Freie Waldorfschule Wahlwies stellt sich vor

 

Herzlich willkommen an unserer Schule! 

Wir haben für Sie einen kurzen Einblick in die Klassen 1-13 und in unser Schulleben vorbereitet. (Die Bilder laufen automatisch ab. Wenn Sie ein Bild länger ansehen möchten, zeigen Sie mit dem Cursor Ihrer Maus auf das entsprechende Bild. Sobald Sie diesen wieder entfernen, läuft die Bilderreihe weiter. )

Viel Freude beim Ansehen!

 

 

 

 

Arbeiten aus dem Kunstunterricht der 9. Klasse

Kunst im Lockdown

Ich war nicht sehr begeistert, als klar war, schon wieder Online Unterricht geben zu müssen. Zwar wurde es möglich, die Form des Unterrichtes zu verfeinern. Auf „BBB“ lassen sich Gespräche zum Unterricht führen, Materialien aus dem Bilderpool des PC spontan präsentieren, Ausschnitte aus Filmen direkt einspielen, Arbeiten sofort hochladen, Abstimmungen über die Auswahl der Aufgaben durchführen und mit der Dokumentenkamera ist es sogar möglich, Beispiele live zu zeichnen. Tolles Programm!??

Über den Zeichenkurs beim letzten Lockdown 2020 wurde damals berichtet. Die Bilder sind noch auf unserer Webseite unter Galerien. Diesmal habe ich geometrische Collagen und Karikatur-Elemente eingebaut. Das war gesprächsfördernd und hatte den Vorteil, mehr als ein Arbeitsblatt zu sein.

Axel Schliwa

Die Organe des Menschen – Biologieepoche in der 10. Klasse

 

Für den Biologieunterricht der 10. Klasse schlägt Rudolf Steiner vor „den Menschen als einzelnes Wesen verständlich zu machen“. Dem entsprechend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse in der Biologieepoche mit den menschlichen Organen.
Dabei steht der Mensch ganz im Zentrum der Betrachtung und nur vereinzelt wird ein Vergleich mit dem Tierreich angestellt. Zugeschnitten auf die Epoche gibt es ein biologisches Praktikum mit je einem Drittel der Klasse, in dem die Inhalte der Epoche praktisch und damit sehr anschaulich vertieft werden können. Nicht alle Organe können gleich intensiv besprochen werden. Ein großer Fokus liegt auf dem menschlichen Herzen, das wir sehr ausführlich beleuchteten. Wir sahen uns die Anatomie und Physiologie des Herzens genau an, gingen der Frage nach, ob das Herz nun eine Pumpe ist oder nicht und was das Herz neben seiner blutfördernden Tätigkeit noch alles vermag.
In dem Zusammenhang wird man ganz von selbst auf eine andere Rolle des Herzens aufmerksam: Das Herz ist auch ein Ausdrucksorgan seelischer Regungen und ein
Erkenntnisorgan im Ringen um den richtigen Weg. Diese beiden Tätigkeiten bleiben aber einer rein wissenschaftlichen Herangehensweise verschlossen. Und doch spüren viele Menschen diese besondere Rolle des Herzens, wenn sie in sich hineinhören und ihren bisherigen Lebensweg Revue passieren lassen. Die Schülerinnen und Schüler nähern sich dem Thema, indem sie zunächst Sprichwörter sammeln. Da zeigen sich viele Hinweise, dass das Herz eine besondere moralische und emotionale Instanz zu sein scheint, die dem rein rationalen Urteil eine wichtige Komponente zur Seite stellt. Welche Sicht auf das Herz die Schülerinnen und Schüler „im Herzen tragen“ zeigt sich aber ganz besonders in der Gestaltung der Titelbilder für das Epochenheft. Obwohl doch zahlreiche Organe im Unterricht vorkommen, ist häufig das Herz auf dem Titelbild zu sehen und das meist sehr kunstvoll und ausdrucksstark. Die Darstellung einer Pumpe war da noch nie dabei.
                                                                                                                                                        Michaela Schäfer

 

Die Einschulungsfeier als Auftakt zu einer gemeinsamen Reise

Herzlich willkommen, liebe Erstklässler

Samstag, 19. September 2020. Für über 30 Familien ist es ein wichtiges Datum; Ihre sechs- und siebenjährigen Kinder kommen in die Schule. Die Einschulungsfeier in der Turnhalle der Freien Waldorfschule Wahlwies ist der Startschuss für eine gemeinsame Reise für Eltern, Kinder und deren Klassenlehrerin. Mit Spannung und Vorfreude betreten sie das gemeinsame Schiff und
sind bereit, auf eine gemeinsame achtjährige Fahrt. In der Turnhalle sitzen die Kinder gebannt nebeneinander in zwei Bankreihen. An ihren Rücken die großen, bunten Schulranzen. Hinter ihnen die Eltern und Geschwister, vor ihnen die Bühne und der aus Efeuranken und Sonnenblumen geschmückter Torbogen, durch den jedes der Kinder hindurchschreiten wird. Doch bis es soweit ist, eröffnen die Streich- und Zupfinstrumentenspieler der sechsten Klasse musikalisch die Feier. Frau Flegar, eine der Eurythmistinnen der Schule, heißt Kinder, Eltern und vor allem die neuen Familien willkommen in der Schulgemeinschaft.
Die Halle überkam ein Schweigen, die Klassenlehrerin, Frau Julienne Winter, betritt die Bühne, die Augen der Kinder sind groß. Die Klassenlehrerin ruft das erste Kind auf, es schreitet entschlossen durch das Tor, wo es wärmstens von ihr mit einer Sonnenblume empfangen wird. Die Klassenhelferin, Ronja Bopele, zeigt jedem Kind, wo es sich auf der Bühne aufstellen kann. Ob mit zartem Schritt, festem Tritt oder einem letzten Blick zurück zu den Eltern, alle 34 Kinder haben den Mut und die Kraft durch den Bogen zu gehen. Gemeinsam sind sie die erste Klasse der Freien Waldorfschule Wahlwies. Nach einem Moment der Rührung bei der Lehrerin und einigen Eltern, lauschten alle dem Beginn des Grimmschen Märchen „Die Kristallkugel“.
Zum Ende der Feier lädt die Klassenlehrerin die Erstklässler in das gemeinsame Klassenzimmer ein. Erstklässler für Erstklässler hält sich an einem langen Schiffstau fest. Während die Klänge der Instrumente den Raum erhellen, ziehen die Kinder, geführt von der Klassenlehrerin an den Eltern vorbei hinaus.

Julienne Winter

Ein neuer knochiger Freund für die Biologie

Homo sapiens reicht seinem nächsten Verwandten auf dem Stammbaum der Arten die Hand. Schöner wäre es, wenn der Mensch seine Sonderstellung unter seinen Mitlebewesen auch im echten Leben verantwortungsvoller einsetzen würde. Und um genau diese Sonderstellung und Besonderheiten des Menschen geht es auch immer wieder im Biologieunterricht und da freuen wir uns riesig über ein neues menschliches Skelett aus Kunststoff, das seit kurzem die Biologiesammlung bereichert. Ein Skelett ist für die anschauliche Darstellung der aufrechten Haltung des Menschen und die damit verbundene Freiheit der Arme sowie zahlreicher anderer Anpassungen an die Aufrechte unverzichtbar. Besonders in der Kombination mit dem Schimpansenskelett, das wir seit letztem Schuljahr in der Sammlung haben, werden diese Anpassungen besonders deutlich. Die aufrechte Haltung war wohl der Wegbereiter für die Vergrößerung des Hirnvolumens und letztendlich der besonderen geistigen, künstlerischen und intellektuellen Fähigkeiten des Menschen.

Unser altes Skelett aus echten Knochen war zunehmend brüchig geworden und für richtige Untersuchungen durch die Schüler schon fast unbrauchbar. Auch hatte so mancher Skrupel, ein echtes Skelett anzufassen. Für handfeste Untersuchungen ist ein Kunststoffskelett einfach besser geeignet. Der Arbeitskreis Fundraising nahm sich dem Wunsch der Biologiefachschaft gewohnt engagiert und tatkräftig an, mobilisierte Lehrmittelzuschüsse und verhandelte einen schönen Rabatt bei der Firma MV Medizintechnik. Ich freue mich sehr darauf, mit unserem neuen knochigen Freund in die nächsten Biologieepochen zu gehen und mit seiner Hilfe auch darauf hinzuweisen, dass der viele Platz im Schädel des Homo sapiens doch sinnvoll eingesetzt werden sollte.

Das aus Somso-Plast gefertigte Modell ist keine Massenware und wird nach Bestellung gefertigt. Unterstützt wurden wir bei der Anschaffung durch den Medizintechnik-Vertrieb von Heike Villbrandt aus Singen.

Da aus dem normalen Schulhaushalt solch eine Anschaffung nicht möglich gewesen wäre, wurde ein Teil der diesjährigen Lehrmittel-Zuschüsse dafür eingesetzt. Auch im aktuellen Schuljahr haben die Stadt Stockach und Umlandgemeinden Radolfzell, Allensbach, Bodman-Ludwigshafen, Büsingen, Eigeltingen,  Gottmadingen, Hilzingen, Mühlingen, Orsingen-Nenzingen, Sauldorf und Überlingen einen freiwilligen Lehrmittel-Zuschuss für die Freie Waldorfschule Wahlwies genehmigt. Wir freuen uns nicht nur über die finanziellen Mittel, sondern auch über die Anerkennung der Waldorfschule als bedeutender Bestandteil der Schullandschaft der Region.

Michaela Schäfer und der Arbeitskreis Fundraising