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Das Klassenspiel der 12. Klasse 2020

Es gibt die Entwicklung des Dramas und es gibt Shakespeare“ – Frau Nixdorf, 2020

Der Beginn unseres 12. Schuljahrs hatte schon mehrere Überraschungen im Ärmel. Dank Corona hatte wahrscheinlich niemand einen wirklich „normalen“ Start erwartet, doch die Nachricht, dass wir unser Klassenspiel schon in weniger als sechs Wochen aufführen würden (falls es denn eine Aufführung geben würde), kam dann doch unerwartet. Statt wie normal ein halbes Jahr lang jede Woche eine Stunde Zeit für Überlegungen und Organisatorisches zu haben, fand z.B. der sonst eher langwierige Prozess der Stückwahl an einem Tag statt. Am Freitag vor unserer dreiwöchigen Intensivprobenzeit sammelten und stellten wir Stücke vor, die wir auch sofort zur Wahl stellten. Das Stück das am meisten Stimmen bekam war „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare. Am folgenden Montag bekamen wir die Textbücher und den Auftrag uns das Stück einmal komplett durchzulesen. Nach einer erstaunlich friedvollen Rollenverteilung, konnten wir uns endlich richtig in die Probenarbeit stürzen.

 Wie vieles im Leben gab es auch in unserem Fall ein Glück im Unglück. Wegen COVID-19 mussten viele Betriebe und Menschen leiden. So auch die Druckerei Uhl welche in dieser Zeit pleiteging. Diese Situation ist eine wirklich ernst zu nehmende, trotzdem entstand ein Fünkchen schönes daraus, nämlich die Möglichkeit in der nun leeren Halle zu proben und aufzuführen.

 Unsere Probenarbeiten machten schon schnell viel Spaß. Das Anlegen der Szenen ging im großen und ganzen recht fix – auch wenn Geduld durchaus gefragt war – und schon bald ging es darum tiefer in das Stück zu kommen. Wir konnten zuschauen, wie es sich entwickelte und wir immer weiter in die Gassen Venedigs eintauchten und die große, kalte Halle nach und nach zu einem vertrauten, friedvollen Ort wurde, welcher von Lachen gefüllt war.

Bevor wir uns jeden Tag an die einzelnen Szenen machten, wärmten wir uns mit diversen Theaterübungen und Impro-Theater auf. So entstand ein lustiges Szenario nach dem nächsten und nicht selten kugelten wir uns auf dem Boden vor Lachen. Ähnlich war es beim eigentlichen Stück, als beim Vertiefen von mancher Szene, neue, gezielt überspitze Elemente dazu kamen und wir zwischendurch auch ins improvisieren kamen.

Die ersten anderthalb Wochen vergingen wie im Fluge, und wir freuen uns schon auf den Rest unserer Proben und die Aufführungen! Leider müssen wir aufgrund der besonderen Zeit auf öffentliche Vorführungen verzichten.

Stückzusammenfassung:

Unser Theaterstück „Ein Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare dreht sich um den Konflikt zwischen Christen und Juden. Nach vielen Jahren der Unterdrückung und Erniedrigung der Juden, verleitet eine Reihe von Ereignissen einen reichen christlichen Kaufmann namens Antonio dazu, auf einen Juden zuzugehen und Geld von ihm zu leihen. Antonios bester Freund will um die Hand der wunderschönen und reichen Porzia bitten, und braucht dafür das Geld welches Antonio borgt, da alle seine Reichtümer zur Zeit auf der See sind.  Da Antonio keine Zinsen für das geborgte Geld geben will, lässt ihn der Jude namens Shylock eine Schuldverschreibung unterschreiben, nach der er ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper schneiden dürfe, falls dieser seine Schuldfrist überschreitet.

Zur selben Zeit treffen zwei weitere Menschen aus jüdischer und christlicher Herkunft aufeinander. Diese sind jedoch nicht von Hass, sondern von Liebe getrieben. Shylocks Tochter Jessika ist in einen Christen verliebt und will mit ihm aus dem strengen Haus ihres Vaters entfliehen.

Eines kommt aufs nächste: die Spannung zwischen Christen und Juden steigt, Verwirrung wird gestiftet, Freunde verraten, Liebe entfacht, Gnade gefordert bis plötzlich das Schicksal in unerwarteten Händen liegt.                                                                                                           Die 12. Klasse

 

Zum Teufel mit ……! Von unserem Achtklassprojekt

Wir, die 8. Klasse, haben uns am Anfang dieses Jahres für das Theater Stück „Zum Teufel mit den Geistern“ von Horst Helfich als Klassenspiel entschieden. Gerade als unsere Proben beginnen sollten, kam uns Covid-19 dazwischen. Nun war die große Frage, bekommen wir unser Theaterstück dieses Jahr überhaupt noch auf die Bühne? Unser Klassenlehrer Herr Singer hat uns dies glücklicherweise ermöglicht!

Nun hieß es, schnell den Text zu lernen, damit wir sobald es ging, mit dem Schauspiel beginnen konnten. Seitdem wir wieder in die Schule dürfen, sind wir fleißig am Proben. Gemeinsam mit Lisa Bresser, Frau Saxer und Herrn Singer.                

Wir mussten viele Dinge ändern, so haben wir unsere Musik ohne Musiklehrerin machen müssen und spielen nicht, wie sonst üblich, im Gelben Saal, sondern in der Turnhalle.

Wir hatten insgesamt 6 Aufführungen. Selbstverständlich mussten auch wir uns an die Corona-Regeln halten und so hattte jeder Schüler für jeden Tag nur 2 Eintrittskarten bekommen, die er an seine Familie und Freunde weitergeben darf. Insgesamt gibt es 68 Plätze pro Aufführung. Wir hätten gerne viele von euch bei unseren Aufführungen gesehen, aber dies klappte dieses Jahr leider nicht.

Plakat von Araya und Carla

In unserem Stück geht es darum, dass die betagte Lady Emily Luttrell, wie jedes Jahr, ihre Verwandten zum Geburtstag auf ihr Schloss Huntingcourt, in der Nähe von Manchester einlädt. Die Verwandten aber haben nur eines im Sinn: Sie wollen so schnell wie möglich an ihr Erbe kommen. Deshalb beabsichtigen sie, Tante Emily um die Ecke zu bringen. Ob die Mordanschläge gelingen, oder ob dann doch der Gärtner oder der Buttler der Mörder ist, man wird sehen …  

Für die 8. Klasse, Luca-Marie

 

„Warten auf……“ – vom Zwölftklassprojekt

Auf ein reguläres Klassenspiel mit einem vollen Saal müssen wir hoffentlich nur bis nächstes
Jahr warten. In diesem Schuljahr konnten die vier Aufführungen des Klassenprojekts der 12.
Klasse nur in kleinem Kreis mit großem Abstand durchgeführt werden. Unter der Regie von
Laura Hagemann und in Zusammenarbeit mit Lioba Hintz wurde das Thema „Warten“ ausführlich bearbeitet und anschließend in selbstgeschriebenen Szenen geprobt und aufgeführt.
Wer kennt es nicht das Warten in einer Arztpraxis, im Auto bei Stau, auf dem Bahnsteig oder
zu Hause. In den verschiedenen Szenen wurde mit sehr viel Fantasie und Humor genau das
dargestellt. Selbst unter den aktuellen Einschränkungen war es möglich eine kurzweilige Aufführung auf die Beine zu stellen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Rückblick Ronja Räubertochter – Fünftklassspiel

Herzlichen Dank an Cornelia Renner für die schönen Bilder!

Herzlichen Dank an Stephanie Friedrich für die zauberhaften Bilder!

33 Fünftklässler haben den zeitlosen und lebendigen Klassiker Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren auf die Bühne gebracht. Nach der charmanten Einleitung von Dieter Barck übernahmen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse völlig eigenständig die Aufführung ihres Klassenspiels „Ronja Räubertochter“. Mit einer Selbstverständlichkeit spielten sie die verschiedenen Rollen, erzählten die Geschichte und bauten um. Ganz besonders schön waren die vielen Lieder, die im Chor gesungen wurden und als eine zarte Stimme die Solostellen in einem Lied sang, wurde es einem warm ums Herz. Mit Blitz und Donner krachte die Burg entzwei, Graugnome, Wilddruden ließen die Türen knallen und die Rumpelwichte bezauberten mit ihren Stimmchen. Spannend und ruhig, wild und laut, die Aufführung fesselte die Besucher im voll besetzten Gelben Saal.