Eindrücke vom Waldorf100-Staffellauf um den Bodensee

100 Jahre Waldorfschule – weltweit wird dieses Jubiläum in diesem Jahr gefeiert. Im September 1919 wurde die erste Waldorfschule auf der Uhlandshöhe in Stuttgart gegründet und bis zum Beginn des 2. Weltkrieges gab es bereits 34 weitere Waldorfschulen in Deutschland, der Schweiz, Holland, England, Norwegen und Schweden, in Ungarn und in Österreich sowie in den USA.

Die Waldorfschulbewegung ist mittlerweile mit etwa 1.100 Schulen und über 2.000 Kindergärten zur größten freien Schulbewegung weltweit geworden.

Bundesweiter Staffellauf zum 100-jährigen Waldorfjubiläum

In den Jahren 2018 und 2019 laufen Waldorfschüler*innen auf zahlreichen Etappen zwischen Nord und Süd, Ost und West von Schule zu Schule. Startschuss war der 10. Juni 2018 mit einer Waldorf-Sonderwertung auf dem Flensburg-liebt-Dich-Marathon. Der Staffellauf endet am 19. September 2019 zum Waldorf 100-Abschlussfestival im Berliner Tempodrom mit der Ankunft der Drachenbootfahrer*innen der Freien Waldorfschule Greifswald.

An dem Projekt darf jeder teilnehmen, egal ob Schüler*in, Eltern oder Lehrer*in. Da die Streckenabschnitte unterschiedliche Distanzen aufweisen, gelten auch andere Fortbewegungsmittel als die eigenen Füße, also zum Beispiel Fahrräder, Einräder, Inline-Skates, Pferde oder Boote, solange sie nicht motorisiert sind.

Mit Freude können wir berichten, dass sich die Waldorfschulen und die Rudolf Steiner Schulen rund um den Bodensee Anfang Mai mit einem Teilstück am bundesweiten Staffellauf beteiligt haben.

Nachdem das Staffelholz vom Schwarzwald zu uns und anschließend rund um den See ging, gehörte es auch dazu das Staffelholz nach Biberach zu bringen. Tom Steidle war dabei und lieferte uns einen kleinen Bericht:
Sonntag, 12. Mai, 10 Uhr: Leon, Gideon, Eik und Tom sind bereit für die Fahrt nach Biberach. Wir wollten die drei Staffelhölzer zur Waldorfschule nach Biberach bringen. Zuerst fuhren wir nach Stockach, danach über Winterspüren und Mahlspüren nach Kalkofen. Denn dort sollte unsere erste Pause sein. Den steilen Anstieg vor Kalkofen meisterten wir eigentlich ganz gut. Oben angekommen tranken wir erstmal etwas. Für mich ging das Abenteuer erst jetzt richtig los. Dann fuhren wir weiter. Unser Ziel war es nach Bad Saulgau zu fahren, wo wir übernachten wollten. Dorthin war es sehr anstrengend und ich wunderte mich wie viele Berge es gab. Um das Ganze noch anstrengender zu machen, setzte ein starker Gegenwind ein, den man vom Meer kennt obwohl wir weit weg vom Meer waren. Als wir später in Bad Saulgau ankamen waren wir froh endlich angekommen zu sein. Allerdings wussten wir, dass wir am nächsten Tag nochmal so weit fah-ren mussten. Wir gingen dann noch in die Therme, das war sehr entspannend, in 40 Grad heißem Schwe-felwasser zu chillen. Als wir wieder herauskamen hatte Gideon einen Platten, was nicht so toll war. Am nächsten Morgen gingen wir ausgiebig frühstücken und dann stiegen wir wieder auf die Räder, wir konn-ten kaum noch auf dem Sattel sitzen. Die Fahrt nach Biberach verlief ganz gut. Wir trafen glücklich auf dem Pausenhof der Schule ein, wo wir herzlich begrüßt wurden. Die Schüler der achten Klasse hatten uns ein tolles Buffet gerichtet! VIELEN DANK! Nach einer Schulführung verabschiedeten wir uns und fuhren zu einem Laden, um uns Sachen für die Rückfahrt zu kau-fen. Dann radelten wir bis nach Aulendorf, von dort mit dem Zug über Friedrichshafen nach Ludwigshafen und mit dem Rad zurück nach Wahlwies